Schweizer Familie Niggli
 
Simone, 16.11.2008
 
... und jetzt also noch in der Schweizer Familie!
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Auszug aus dem Interview:
Sie ist die weltbeste Orientierungsläuferin. Nun ist Simone Niggli-Luder daran, sich neu zu orientieren. Sie richtet ihr Leben gegenwärtig nicht nach Karte und Kompass aus, sondern nach Tochter Malin.

SCHWEIZER FAMILIE:
Am 2. September brachten Sie ein Kind zur Welt. War das der schönste Sieg Ihres Lebens?

SIMONE NIGGLI-LUDER:
Das war schöner als jeder Sieg, den ich als Sportlerin feiern konnte. Eine Geburt lässt sich nicht vergleichen mit den Gefühlen auf dem Siegertreppchen. Das geht viel tiefer. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl.

Wie hat sich Ihr Leben mit Ihrem Kind verändert?

Alles dreht sich jetzt um Malin. Mein Mann Matthias und ich, wir sind sehr strukturiert und planen gerne voraus. Das ist schwieriger geworden. Wir mussten lernen, dass wir nicht mehr alles steuern und kontrollieren können. Und wir spüren die grosse Verantwortung, die wir als Eltern übernommen haben. Unser Kind ist vollständig abhängig von uns.

Haben Sie sich vor der Schwangerschaft auch gefragt, ob es sinnvoll ist, ein Kind in eine Welt zu setzen, der ein ökologischer Kollaps droht?

Solche Gedanken gingen auch mir durch den Kopf. Doch ich habe sie rasch verworfen. Es kann ja nicht sein, dass wir deswegen keine Kinder mehr haben. Wir sollten vielmehr versuchen, unseren Kindern einen schonenden Umgang mit der Umwelt beizubringen.

Welche Grundwerte möchten Sie Ihrem Kind mit auf den Weg geben?

Ich möchte, dass Malin zuverlässig, ehrlich und offen ist. Offen und respektvoll gegenüber anderen Menschen und gegenüber anderen Kulturen. Toleranz und Nächstenliebe soll sie gross-, Egoismus und Respektlosigkeit kleinschreiben.

Und Sie mussten deshalb das wettkampfmässige Orientierungslaufen aufgeben. Wie schwer war das?

Ich konnte gut loslassen. Ich genoss es anfangs, keine Wettkämpfe laufen und keine hohen Erwartungen erfüllen zu müssen. Ich sagte mir: Mein Kind ist jetzt das Wichtigste.

Wollen Sie trotzdem in den Spitzensport zurückkehren?

Ja. Ich habe während der Schwangerschaft auch gespürt, dass mir der Wettkampfsport fehlt. Ich möchte im kommenden Jahr wieder einsteigen und sehe die WM 2010 in Norwegen als grosses Ziel.
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Simone Niggli-Luder

17-fache OL-Weltmeisterin
Simone Niggli-Luder
ist Botschafterin von

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Sativa

simone@simoneniggli.ch