The first steps...
 
Simone, 11.4.2009
 
Letzten Dienstag war es soweit: nach gut 4 Wochen Laufpause durfte ich die ersten Laufschritte wagen! Ich hatte Respekt davor, freute mich aber auch riesig darauf.
Diese ersten Schritte machte ich in der Slowakei. Da das Gelände der WM-Langdistanz an der Ungarisch-Slowakischen Grenze liegt, wohnten wir zuerst in der Slowakei.
ich hatte noch nie in dieser Gegend OL gemacht, aber mir kamen schon einige Gelände in den Sinn, die ähnlich ausgesehen hatten: die Wälder um Lipica in Slowenien oder auch das Weltcup-Gelände von Subiaco in Italien.
Beim Rennen trug ich einen Hüftgurt um das Becken möglichst stabil zu halten. Und es ging gut! Ich hatte keine Schmerzen und auch nach den 30' laufen spürte ich nichts. Koordinativ hatte ich zuerst etwas Mühe, aber schon bald ging es besser, wenn auch die Unsicherheit noch nicht ganz weg ging. Dafür braucht es wohl einige Trainings bis ich gar nicht mehr daran denke... die OL-Karte lenkte mich aber ab und ich genoss es, zwischen den tiefen Dolinen durchzurennnen.
Karte Schlaufen-OL »
 
Neben den 3 OL-Trainings, die ich absolvieren durfte, konnte ich Kartenmärsche machen. Ich ging also marschierenderweise durch den Wald und konnte so das Gelände und die Objekte ganz genau anschauen. Durch diese genaue "Inspektion" kann ich mir nun ein gutes Bild vom Gelände machen und mir auch beim trockenen Kartenstudium zu Hause den Wald so besser vorstellen.

Es war nicht immer ganz einfach, den anderen beim Trainieren zuzuschauen, aber ich profitierte natürlich auch beim Zuhören und beim Mitdiskutieren, wenn es zum Beispiel um Routenwahlen ging.
Ich habe das Gefühl, dass ich dieses Gelände im Sommer auch durch eine etwas weniger ausführlichere Vorbereitung vor Ort in den Griff bekommen kann. Ein gewichtiger Punkt wird auch die physische Form sein im Sommer, denn wer erfolgreich sein will, muss dieses ständige Auf und Ab gut meistern können!

Ich lernte auch die ungarischen Hallenbäder kennen. Leider hatte das Bad mit einem 50m-Becken geschlossen und mit Hilfe einer Einheimischen fand ich ein geöffnetes Hallenbad. Dort fand ich dann auch den Grund, warum die Ungaren im Wassersport so erfolgreich sind: das Wasser ist so kalt, dass man einfach Vollgas geben muss! ;-)

Ab Donnerstag wohnten wir dann im WM-Ort Miskolc. In dieser Gegend werden Sprint, Mitteldistanz und Staffel stattfinden. Das Gelände dort gefiel mir auch super, und es hatte etwas mehr Details im Gelände. Speziell sind die "Lime burning places", also statt Kohlen- Kalkmeiler (z.B. Posten 13). Dieses sind gegrabene Löcher, die von einem Erdwall umgeben sind und auf eine Seite hinaus geöffnet sind. Ideale Postenstandorte!
Karte Control Picking »
 
Gestern Freitag reisten Mätthu und ich wieder zurück in die Schweiz, da übers Wochenende nur noch Wettkämpfe auf dem Programm gestanden wären, die ich nicht hätte rennen können.

Zurück in der Schweiz freute ich mich riesig über das Lachen und Strampeln von Malin, der es bei den Grosseltern aber auch super gefallen hatte...

In der nächsten Zeit steht ein sorgfältiger Aufbau im Vordergrund. Langsam aber sicher kann ich nun das Wassertraining (Wet Vest und Schwimmen) steigern und auch die Laufeinheiten erhöhen. Es braucht aber sicher immer noch Geduld, bis ich wieder Vollgas geben darf!
 
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Simone Niggli-Luder

17-fache OL-Weltmeisterin
Weltcup Finnland,
Foto: Brigitte Wolf
Simone Niggli-Luder
ist Botschafterin von

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simone@simoneniggli.ch