Nacht-Spektakel in Wil
 
Simone, 26.3.2012
 

Mit Respekt reiste ich am Samstag an die Nacht-SM in Wil. Respekt vorallem auch vor den administrativen Hürden, die uns erwarten würden am diesjährigen Massenstart-Rennen. Am Freitag hatten wir mit dem NLZ noch ein Training gemacht, wo all die möglichen Schmetterlings-Varianten durchgespielt wurden und da hatte es mir den Kopf ziemlich verdreht ;-)
Karte NLZ-Training 1. Teil »
2. Teil »
 
Massenstart der Frauen<br />Foto: Urs Schönenberger
Massenstart der Frauen
Foto: Urs Schönenberger
 
Die Aufgabe war also klar: volle Konzentration, was die Postenreihenfolge angeht und auf meinen eigenen OL!
Die OL Regio Wil hatte ein tolles Wettkampfzentrum aufgestellt und da der Schlussteil grad rund ums Schulhaus gehen würde, war auch etwas für die Zuschauer dabei (wobei ich denke, dass sich die meisten das Rennen schön gemütlich in der Festwirtschaft auf der Leinwand zu Gemüte geführt haben ;-))

Auf los gings los und mein Einstieg war grad etwas holprig: im ersten Dickicht riss es mir die Lampe vom Kopf und als ich das nächste Mal auf die Karte schaute, fand ich da ein ziemlich grosses Loch vor… glücklicherweise war die Bahn aber noch lesbar und nach einem Kontrollblick auf die Rückseite (dort war der zweite Teil auf der Sprintkarte aufgedruckt) sah ich, dass es auch dort trotz Loch zwischen den Posten 27 bis 31 noch machbar war. Uff, kurz durchschnaufen und jetzt nochmal ins Rennen starten!

Schon bald teilte sich das Feld auf und ich merkte, dass Helena Jansson die gleiche Schlaufe zu absolvieren hatte. In der Steigung konnten wir die anderen Verfolgerinnen abhängen und in der Folge konnte ich meinen OL gut durchziehen. Die Bahn war spannend (und die Gabelungen nicht so kompliziert wie am Freitag) und der Wald sehr schön belaufbar. Ich freute mich, wie gut ich mit der Nacht zurechtkam, trotz mangelnder Erfahrung im Dunkeln. Dass die Posten teilweise wie Leuchtwesten reflektierten, machte den OL natürlich auch nicht schwieriger… Da muss wohl in Zukunft etwas angepasst werden, denn die Lampen werden ja auch immer besser!
 
Links der Bahnleger Kilian Imhof, schön versteckt am Posten-Bewachen<br /><br />Foto: Urs Schönenberger
Links der Bahnleger Kilian Imhof, schön versteckt am Posten-Bewachen

Foto: Urs Schönenberger
 
Bei Posten 16 wurde es dann spannend, hier teilten sich die Wege von mir und Helena endgültig. Ich versuchte, gleich OL wie vorher zu machen und es gelang mir auch ganz gut, trotz kleinem Richtungsfehler zu Posten 18. Als ich den letzten Posten des Schmetterlings (Po 23) stempelte, war ich gespannt, ob ich vor oder hinter Helena lag. Ich sah niemanden und war so auch nicht klüger geworden. Einfach weiter OL machen, schliesslich ist es erst fertig im Ziel!
Der Wechsel auf die Sprintkarte gelang, wenn auch etwas holprig und als ich in Zielnähe kam, merkte ich, dass ich in Führung liegen musste.
Somit konnte ich die letzten Meter richtig geniessen und den Nachtmeister-Titel feiern!
Link zu GPS »
 
Resultate »
 
Foto: Sascha Rhyner
Foto: Sascha Rhyner
 
Richtig Spass hatte dieser Nacht-OL gemacht, schon fast schade, dass es schon vorbei ist... ;-) Trotzdem werd ich nicht zum richtigen Nacht-OL-Fuchs, viel lieber gehe ich am Tag nach draussen.
So wie jetzt, und tschüss!
 
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Simone Niggli-Luder

17-fache OL-Weltmeisterin
Simone Niggli-Luder
ist Botschafterin von
 



 






simone@simoneniggli.ch