Top 10 an 10mila
 
Simone, 2.5.2011
 
Traumgelände bei Tullinge
Traumgelände bei Tullinge
 

Bereits am Vortag im Training liess das Gelände vielversprechendes erwarten. Und wirklich: die diesjährige 10mila im Gebiet Riksten-Botkyrka (bei Tullinge) war traumhaft: schön offene Hügel mit Felsplatten, Sümpfen und vielen Details, einfach wunderschön!
So freute ich mich sehr auf diese Staffel, wobei ich mich jedesmal frage, ob es wohl mein letzter Wettkampf sein würde… bislang geht es aber weiterhin sehr gut mit Rennen und so entschied ich mich, die Aufgabe der zweiten Strecke im ersten Team zu übernehmen. Etwas mulmig wurde mir aber dann doch zumute, als ich sah, welche Konkurrenz ich auf meiner Strecke antreffen würde. Namen wie Lena Eliasson, Merja Rantanen, Karin Schmalfeld und Ines Brodmann hätten auch Schlussstrecken-Läuferinnen sein können! Egal, ich wollte mich auf meinen Lauf konzentrieren und so mein Bestes geben.
Um 14.30 Uhr ging der Startschuss und über 500 Teams rannten über das Flugfeld in den Wald. Ungewöhnlich für mich, dass ich nun schon einlaufen gehen konnte, als Schlussläuferin musste ich sonst immer noch warten und die Nervosität im Griff haben. Für mich war es aber schön, einmal eine andere Aufgabe zu haben und dann auch das weitere Rennen mitverfolgen zu können!
Schon bald hiess es einchecken für die Übergabe, etwas Hin und Her im Wechselraum und schon kamen die ersten Läuferinnen zurück. Ich musste noch etwas warten, bis meine Startläuferin Signe auftauchte, aber dann ging es los! Gleich hinter mir gingen Karin Schmalfeld und Ines ins Rennen und ich erwartete, dass sie mich schon auf dem Weg zum Startpunkt überholen würden. Aber wahrscheinlich war mein Adrenalin hoch genug, so dass das Tempo auch stimmte ;-)
Der erste Posten war genau dort, wo ich ihn erwartete und weiter ging es über einen wunderbaren offenen Hügel. Ich sah viele andere Läuferinnen, aber ich liess mich nicht ablenken und visierte meinen Hügel mit dem Felsen dahinter an. Ein super Gefühl schlich sich ein und ich merkte, dass ich Läuferin um Läuferin überholte.
Karte »
 
Posten 5 (Nr 79, kleiner Sumpf) sah heikel aus und so las ich Detail für Detail mit, so dass ich schnurgerade auf meinen Posten kam. Im Nachhinein bin ich stolz, wie gerade meine Lauf-Linie auf dem GPS aussieht (ich benenne mich sonst nicht als super Kompass-Läuferin ;-)) Dasselbe zu Posten 8 (Nr 140, Kuppe), wo ich genau am richtigen Ort aus dem Grünen kam.
Noch ein heikler Posten im Grün (Nr 73) und schon gings Richtung Ziel. Weiter konnte ich Rang um Rang gutmachen und ich stempelte hochzufrieden den letzten Posten. Noch grösser wurde die Zufriedenheit, als ich hörte, dass ich mich von Rang 57 auf den 9. Rang hervorgearbeitet hatte, toll! Auch der 3. Streckenrang mit weniger als 1 Min Rückstand erstaunte mich natürlich im positiven Sinn! Mein Lauf war technisch aber auch nahezu perfekt gewesen, aber grad beim Bergabrennen machte sich meine Vorsicht natürlich schon sichtbar, wenn die anderen voll Risiko hinuntersprangen. Vorallem aber zählte meine Leistung fürs Team und das herrlich schöne OL-Gefühl draussen im Wald.
Nun hiess es also abwarten und mitfiebern. Es folgten Anna, Ida und Maja auf den folgenden Strecken und am Schluss wurde es noch ganz knapp um eine Top-Ten Platzierung. Wir gaben alles beim Heja-Rufen für Maja und sie sicherte uns wirklich den 10. Rang, super. Ein paar Fehler weniger hätten uns sicher noch etwas weiter nach vorne gebracht, aber dieser Rang entsprach unseren Erwartungen und wir waren alle zufrieden.
Resultate »
 
Das Herren-Rennen verfolgte ich auf dem Internet und es lief am Anfang so gut für unsere Herren, dass ich länger als erwartet mitfieberte. Erik und Peter schickten Mätthu mit einer sehr guten Ausgangslage als 13. Ins Rennen und als der Wald-Speaker schon bald berichtete, dass Ulricehamns OK Platz um Platz gut machte, war an Schlaf nicht mehr zu denken. Leider trug Mätthu kein GPS und so wusste ich nie genau, ob er noch dabei war und welche Gabelung er hatte. Natürlich hatte ich volles Vertrauen in Mätthu’s Nachtqualität aber das Gelände war grad in der Nacht schon sehr anspruchsvoll! Aber auf Mätthu war Verlass und bei jedem TV-Posten war er in den vordersten Rängen zu sehen. Ganz am Schluss machte er noch einmal einen Sprung nach vorne und er kam als Dritter ins Ziel, super gut!!!
Karte Mätthu »
 
Wie immer wurde die 10mila-Nacht kurz und am Morgen früh mussten wir uns updaten, wie das Rennen weiterlief. Leider verletzte sich Steff Zingg auf der Schlussstrecke unterwegs, aber er lief tapfer die ganze Strecke und so kam das UOK-Team auf den 55. Schlussrang. Gut 20 Ränge waren durch das Unglück verlorengegangen, aber das Team war trotzdem noch besser klassiert als im letzten Jahr…!

Am Sonntag lief ich noch eine Trainingsbahn und genoss so noch einmal das herrliche Gelände, allerdings um einiges langsamer als am Samstag…
Nun bleiben wir noch bis Donnerstag in Ulricehamn bevor es wieder zurück in die Schweiz geht.
Das Wetter ist weiterhin tiptop, auch wenn die Temperaturen mittlerweile „normale“ Frühlingswerte erreicht haben.
 
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Simone Niggli-Luder

17-fache OL-Weltmeisterin
Simone Niggli-Luder
ist Botschafterin von
 



 






simone@simoneniggli.ch